Mehr Informationen über das Kuratorium für psychische Gesundheit
Mehr über mein derzeitiges seelisches Wohlbefinden erfahren
Mich besser auskennen mit Fachbegriffen wie Psychotherapeut, Serotoninwiederaufnahmehemmer etc.
Eine Fachärztin/arzt die/der den Großteil ihrer/seiner Klinikausbildungszeit auf einer psychiatrischen Abteilung gearbeitet hat. Einen Schwerpunkt der Arbeit einer/eines Psychiaterin/Psychiaters (=Facharzt für Psychiatrie und Neurologie) stellt das Diagnostizieren von psychischen Erkrankungen dar und die Behandlung vorwiegend mittels Medikamenten und Gesprächen. Manche Psychopharmaka (siehe dort) dürfen nur von PsychiaterInnen verschrieben werden oder sind sonst chefarztpflichtig.
Ein Psychologe / eine Psychologin hat ein Studium der Psychologie abgeschlossen. Anschließend wird oft noch eine Zusatzausbildung absolviert, die aus Bezeichnungen, wie Klinischer Psychologe/Psychologin, Gesundheits-Psychologe/Psychologin, Sport-Psychologe/Psychologin. usw. erkennbar sind. Ein Psychologe / ein Psychologin führt hauptsächlich diagnostische Testverfahren und Beratungen durch oder arbeitet in der Forschung.
Eine P. muss zuerst einen Grundberuf haben (häufig: Psychologie, Medizin, Pädagogik?) Dann folgt eine mehrjährige Ausbildung in einer bestimmten Psychotherapiemethode. Derzeit sind in Österreich 20 verschiedene Verfahren anerkannt (Verhaltenstherapie, Psychoanalyse, Psychodrama, Gestalttherapie, systemische Familientherapie usw.) Nach der Eintragung in die Psychotherapeutenliste des Gesundheits-Ministeriums kann der P. auch krankheitswertige Störungen selbstständig behandeln.
Psychopharmaka. sind Medikamente, die sich auf die Stimmung, den Schlaf, die Konzentration, den Gedankenfluss usw. auswirken. Eine kleine Gruppe von Substanzen kann auch abhängig machen, wenn sie über längere Zeit genommen werden. Wieder andere können manchmal unangenehme Nebenwirkungen haben. Deshalb haben viele Menschen Angst vor Psychopharmaka. Die genannten Nachteile treten jedoch hauptsächlich bei den älteren Psychopharmaka auf, es gibt viele neue Medikamente in dem Bereich, die kaum Nebenwirkungen haben und auch nicht zu Abhängigkeiten führen. Da sich das Gebiet sehr schnell entwickelt und viele Aspekte beachtet werden müssen, damit ein/e PatientIn die für sie/ihn richtige Medikation erhält, sollten Psychopharmaka immer von einer/m Ärztin/Arzt verschrieben werden, die/der viel Erfahrung mit solchen Medikamenten hat, also am besten von einem/r PsychiaterIn. Meist sind Psychopharmaka für jemanden, der gerade seelisch auf wackeligen Beinen steht, so etwas wie eine Krücke oder ein Gips für instabile Knochen oder Gelenke. Sie lösen nicht das Grundproblem, geben aber Stabilität, bis die Verletzung oder Erkrankung ausheilen kann. Dabei spielt die Frage: "Wie lange?" eine wichtige Rolle und sollte daher immer in Absprache mit dem Arzt beantwortet werden.
Die Art und Weise wie wir unsere Welt erleben und wie wir uns darin verhalten, wird durch unsere bisherigen Erfahrungen beeinflusst, insbesondere durch unsere Beziehungserfahrungen. Es ist eine bestimmte Art entstanden, wie wir die Dinge sehen. Manchmal macht uns diese Sichtweise sinnvolle und zufrieden stellende Verhaltensweisen und Wahrnehmungen schwer. In einer Psychotherapie spielt nun vorwiegend die Beziehung zwischen TherapeutIn und KlientIn/PatientIn eine wesentliche Rolle. Durch neue Beziehungserfahrungen können neue Sichtweisen und neue Verhaltensmuster entwickelt werden. Dabei ist vor allem wichtig, was der/die KlientIn braucht und will. Die PsychotherapeutIn hilft, einen neuen Blick auf die Dinge zu entwickeln.(Wie das geschieht, hängt sehr von der Psychotherapiemethode ab. Entscheidungen und Änderungen bleiben jedoch immer bei den KlientInnen. Sie brauchen also keine Angst (und auch nicht die Hoffnung) haben, dass eine Psychotherapie einen anderen Menschen aus Ihnen macht. Sie wird Ihnen aber helfen, sich in Ihrer eigenen Haut wohler zu fühlen und ihre spezifischen Chancen besser zu erkennen und zu nützen.
Wenn eine ambulante Betreuung zu wenig oder nicht möglich ist, die Medikamenteneinstellung komplizierter erscheint und vielleicht anfangs besser über Infusionen erfolgen sollte oder wenn die häusliche Situation zu wenig Schutz und Unterstützung bieten kann, ist oft ein Aufenthalt in einer psychiatrischen Abteilung sinnvoll oder notwendig.
Nein! Psychische Gesundheit hängt von vielen Faktoren ab, aber nicht von Intelligenz oder Bildung!
Sprechen Sie die Betroffenen möglichst offen an und fragen Sie nach ihren Wünschen und Bedürfnissen! Meist ist es nicht nötig und sinnvoll, diese Menschen im üblichen Sinn "zu schonen". Sie wissen meist selbst, was sie brauchen und wollen vor allem ernst genommen werden. Das passiert nicht durch "übersehen" von auffälligem Verhalten. Versuchen Sie ehrlich zu sein!
Es gibt auch viel Literatur und Selbsthilfegruppen für Angehörige, die sehr hilfreich sein können. Der Erfahrungsaustausch mit anderen Mitbetroffenen wird es Ihnen leichter machen, den/die PatientIn zu verstehen und mit der eigenen Hilflosigkeit umzugehen.
Schlaf ist eine wichtige Funktion unseres Organismus und Veränderungen im Schlafverhalten können Anzeichen für seelische Störungen sein. Allerdings gibt es eine große Vielfalt von Varianten, die alle als normal gelten können und auch im Laufe eines einzelnen Menschenlebens können viele unterschiedliche Muster auftreten, ohne dass etwas verkehrt daran ist. Solange Sie sich also wohl fühlen, ist es ziemlich egal, wie lange Sie schlafen und ob es dabei mehr oder weniger Unterbrechungen gibt.
Wenn Sie aber das Gefühl haben, den ganzen Tag über müde zu sein oder wenn Sie das im Bett liegen vor dem Einschlafen oder nach dem Aufwachen nicht mehr genießen können, weil die Unruhe oder die Gedanken zu quälend sind, sollten Sie mit Ihrem Arzt/ Ihrer Ärztin oder PsychotherapeutIn sprechen.