Mehr Informationen über das Kuratorium für psychische Gesundheit
Mehr über mein derzeitiges seelisches Wohlbefinden erfahren
Mich besser auskennen mit Fachbegriffen wie Psychotherapeut, Serotoninwiederaufnahmehemmer etc.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat festgestellt, dass Depression derzeit die vierthäufigste Krankheit ist. In etwa 20 Jahren wird es die zweithäufigste Erkrankung sein, wenn nicht vorbeugende Maßnahmen ergriffen werden. Schon heute sterben in Österreich mehr Menschen durch Selbstmord als im Straßenverkehr. Mehr als die Hälfte aller PatienInnen, die niedergelassene ÄrztInnen aufsuchen, bräuchten für wirkliche Heilung eine psychosoziale Behandlung und Betreuung. Pensionierungen auf Grund psychischer Erkrankungen nehmen stark zu. Allerdings werden zwischen 30% und 50% der an einer psychischen Erkrankung leidenden PatientInnen nicht einmal ausreichend identifiziert und damit auch nicht adäquat behandelt.
Seelische Gesundheit betrifft jeden einzelnen Menschen - jeder hat eine Psyche, die gesunderhalten werden will. So wie das tägliche Zähneputzen für viele Menschen zur Selbstverständlichkeit geworden ist, so sollte es zur täglichen Routine gehören, etwas für das persönliche Wohlbefinden zu tun. Das Kuratorium für psychische Gesundheit hilft dabei
Der medizinische Routinebetrieb favorisiert nach wie vor die biologische Abklärung bis in die feinsten Verästelungen und bindet dort den weitaus größten Teil der vorhandenen Ressourcen anstatt den ganzen Menschen, also auch seine Seele einzubeziehen.
Die Versicherungsträger finanzieren zwar den enormen Kostenaufwand, den psychosoziale Fehldiagnosen verursachen, kaum aber die ungleich kostengünstigeren psychosozialen Maßnahmen.
Der Wirtschaft geht durch Mobbing, Stress-Erkrankungen, Burnout-Probleme oder innere Emigration der MitarbeiterInnen täglich ein Vieles an Wirtschaftsleistung und Wertschöpfung verloren.
Die Öffentlichkeit nimmt seelische Störungen nach wie vor als stigmatisierendes Tabu wahr und kennt kaum Maßnahmen der Psychohygiene oder Prävention
Einer eigenen Untersuchung zufolge liegt der Anteil psychischer (Ko-) Morbidität bei stationären PatientInnen am St. Johanns Spital bei 39 Prozent: (Interne 30%, Gynäkologie 33%, Chirurgie 49%). Die Suizidstatistik weist höhere Selbstmordraten für das Bundesland Salzburg als für den österreichischen Durchschnitt auf. Der Bedarf an psychosozialer Behandlung übersteigt die Ressourcen bei weitem. So fehlt es an intramuralen Personalressourcen, an niedergelassenem psychosomatisch spezialisiertem Fachpersonal und vor allem an Netzwerkstrukturen, die eine ambulante Weiterbehandlung ermöglichen. Die Kostenübernahme für psychotherapeutische Leistungen durch die Krankenkassen ist trotz intensiver Bemühungen von vielen Seiten noch nicht befriedigend gelöst und besonders schwer zu durchschauen.
Die Situation (das Angebot, die Tätigkeit) jener Vereine und Initiativen in Stadt und Land Salzburg, die sich um einzelne Bereiche des Themas seelische Gesundheit kümmern, wird von außen unübersichtlich und verwirrend wahrgenommen Know How, Erfahrung und Engagement ist reichlich vorhanden. Es fehlt aber an Koordination und langfristiger Planung. Dies schafft bei PatientInnen und zuweisenden Stellen Orientierungslosigkeit und verstärkt den beschriebenen Gegensatz von Behandlungsbedarf und realer Versorgung.(Eine klare Darstellung finden Sie auf der Website der ARGE Psychotherapie).
Das Kuratorium für psychische Gesundheit will diesen Herausforderungen kompetent und kreativ begegnen.